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Moderne Verwaltung
 

Personalmanagement in der Saarländischen Landesverwaltung (PM Saar)

Personalentwicklungs-und Koordinationsstelle

Strategien für eine mitarbeiterorientierte Aufgabenwahrnehmung

Ausgangssituation und Zielvorgaben

Die öffentlichen Verwaltungen sind einem ständigen Wandlungsprozess unterworfen. Dies gilt auch für die saarländische Landesverwaltung, die in den letzten Jahren ihre Strukturen deutlich verändert und mehr und mehr den Charakter eines modernen Dienstleistungsunternehmens angenommen hat.

Der latente Zwang zur nachhaltigen und dauerhaften Haushaltskonsolidierung zwingt auch zu weiteren Veränderungen in den bestehenden Strukturen. Diese Veränderungen werden gleichzeitig aber auch als Chance gesehen, die bisherige Aufgabenwahrnehmung sachkritisch zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu heben. Die Landesregierung hat es sich dabei zum Ziel gesetzt, durch eine Reduzierung von Aufgaben und durch effizientere Strukturen die Handlungsfähigkeit des Landes merklich zu verbessern und auszuweiten.
Die Anforderungen, denen sich die saarländische Landesverwaltung dabei stellen muss, orientieren sich im Kern an den Wünschen und Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch an den Erfordernissen der Privatunternehmen. Diese Kundenorientierung bedingt nicht zuletzt eine betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Verwaltungshandelns und der bestehenden Arbeitsprozesse.
Um den gestiegenen und auch weiterhin steigenden Anforderungen an die Qualität der Aufgabenerledigung begegnen zu können, ist es daher unumgänglich, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung durch ein zeitgemäßes Personalmanagement auf ein erfolgs- und qualitätsorientiertes Verwaltungshandeln einzustimmen und auch entsprechend zu qualifizieren.
Ein professionelles Personalmanagementkonzept verlangt nämlich einen möglichst effizienten Einsatz der vorhandenen personellen Kapazitäten in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Hierfür bedarf es klarer Zielvorgaben, die von den politisch Verantwortlichen über die Vorgesetzten an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergegeben werden müssen.

Nachfolgend werden die Kernelemente aufgezeigt und beschrieben, an denen sich das Personalmanagement in der saarländischen Landesverwaltung (PM Saar) ausrichtet. Diese Kernelemente sind sowohl Orientierungshilfe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch als Handlungsraster für Vorgesetzte mit unmittelbarer oder mittelbarer Personalverantwortung gedacht. Das PM Saar ergänzt insofern die bereits vorhandenen Führungsgrundsätze nach der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Obersten Landesbehörde (GGO) um nachhaltig und dauerhaft den Veränderungsprozess in der saarländischen Landesverwaltung begleiten zu können.

Die PEKS basiert auf einem Beschluss des Ministerrates und wurde zum 1. Juli 1995 eingerichtet, mit dem Ziel, den Personalbestand innerhalb der Landesverwaltung zu optimieren und „bedarfsorientiert anzupassen“.
Die PEKS ist insofern nach § 14 Absatz 2 Nummer 1 der GGO legitimiert für Bedarfsprüfungen im Rahmen der Nachbesetzung von Stellen. Im Rahmen des Personalbedarfsermittlung sollen nach Möglichkeit alle Einstellungen innerhalb der Landesverwaltung über eines der v.g. Verfahren von den bedarfsführenden Ressorts analysiert und deren Notwendigkeit von der Personalentwicklungs- und Koordinationsstelle (PEKS) in Anlehnung an § 14 Absatz 2 Nummer 1 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der obersten Landesbehörden (GGO) einer Wertung unterzogen werden.