Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Soziales
 

Kommunale barrierefreie Projekte    Seite vorlesen lassen

Inklusive Projekte ebnen den Weg in die inklusive Gesellschaft

Diese Seite soll als Ideennetzwerk und Austausch für barrierefreie kommunale Projekte fungieren. Damit kommen wir einem Wunsch der Runden Tische des Bündnisse für Inklusion im Saarland nach. Barrierefreiheit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die inklusive Gesellschaft. Barrierefreiheit hat viele Facetten und ermöglicht damit eine Teilhabe gesellschaftlichen Leben auf vielen Ebenen.

Die lokalen Bündnisse für Inklusion auf kommunaler Ebene sollen sich mit dem Thema Barrierefreiheit in ihrem Wohnumfeld, in ihrer Kommune auseinandersetzen. Dazu haben wir eine Arbeitshilfe für die Kommunen mit Beispielen und Musteranträgen erstellt. Diese können in der rechten Spalte runtergeladen oder bestellt werden.

Auf dieser Internetplattform können die Kommunen künftig ihre erfolgreichen Projekte vorstellen, aber auch als Ansprechpartner  für andere Kommunen zur Verfügung stehen. 

 

Illingen: Aktionsprogramm der Gemeinde für Menschen mit Handicap

Mit der Broschüre „in – Integration in Illingen" stellt die Gemeinde Illingen ihr Aktionsprogramm für Menschen mit Handicap vor. Die Schwerpunkte des Programms liegen auf den Punkten Barrierefreiheit, Teilhabe am Arbeitsleben, Information und Kommunikation sowie vielfältigem Wohnen. In den nächsten Jahren sollen öffentliche Gebäude und Verkehrswege nach und nach barrierefrei umgestaltet sein. Mit den Umbauten wurde bereits begonnen. Unterstützung im Arbeitsleben erfahren Menschen mit Handicap durch einen der Gemeinde eigenen Integrationsbetrieb. Die Verwaltung geht mit Vorbildfunktion voran: Die abgeschlossene Integrationsvereinbarung für die Verwaltung und die kommunalen Betriebe fördert gezielt Menschen mit Handicap, u. a. bei Neueinstellungen und Ausbildung sowie Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Unter den derzeit Beschäftigten sind 12 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung. Die Internetseiten der Gemeinde sind barrierefrei gestaltet, um Information für möglichst alle Menschen zugänglich zu machen. Das Angebot wird ergänzt durch die Beratung im Integrationsbüro. Ein weiteres Ziel ist es, das Angebot an barrierefreien Wohnungen sowie das Spektrum an Wohnformen zu erweitern, so dass ältere und behinderte Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können.


Regionalverband Saarbrücken: Kooperationsvereinbarung „Inklusion vor Ort“

Der Regionalverband Saarbrücken ist eine der drei Pilotkommunen des Projektes „Inklusion vor Ort" der Montag Stiftung. Die Montag Stiftung ist bundesweit tätig und unterstützt die Umsetzung von inklusiven Ansätzen und Aktivitäten im kommunalen Bereich und die Entwicklung inklusiver Prozesse im Gemeinwesen. Um die Gemeinden auf diesem Weg zu begleiten, hat die Stiftung ein Praxishandbuch „Inklusion vor Ort – der kommunale Index für Inklusion" herausgegeben, das in verschiedenen Themenkomplexen hilfreiche Anregungen zum Thema Inklusion gibt.


Dillingen: Erster Beauftragter Barrierefreiheit

In Dillingen wurde mit Herrn Franz Kuhn der im Saarland derzeit erste kommunale Beauftragte für Barrierefreiheit durch Bürgermeister Franz-Josef Berg berufen. Bei Neubaumaßnahmen erhält er die Anträge zur Durchsicht, auch dann, wenn neue Wege angelegt werden. Zudem ist er direkter Ansprechpartner für Betroffene, die Barrieren oder Hindernisse in ihrem Umfeld feststellen. Unter anderem der Beuth-Verlag bietet Fortbildungen sowie eine Prüfung zum Beauftragten für Barrierefreiheit an.


Homburg: Baupläne nur mit Unterschrift Behinderten- und Seniorenbeauftragte

In Homburg sollen Baupläne vor ihrer Genehmigung grundsätzlich über den Tisch der Seniorenbeauftragten (Christel Steitz) und der Behindertenbeauftragten (Gertrud Giesen) gehen. Beispielhaft verlief dies beim Bau des neuen Schwimmbads, dessen Pläne vor der Umsetzung mehrfach von den Architekten mit beiden Beauftragten besprochen und angepasst wurden. Auf diese Weise wurde eine erhöhte Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Thema Barrierefreiheit erreicht. Homburg bietet zudem Stadtführungen für Menschen mit Sehbehinderung sowie Führungen in leichter Sprache an.


Saarlouis: Einrichtung einer Sozialplanung

Der Saarlouiser Stadtrat hat in seiner Sitzung am 30.08.2011 beschlossen gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) – Fakultät für Sozialwissenschaften eine Sozialplanung für die Kreisstadt Saarlouis durchzuführen. Sozialberichterstattung und Sozialplanung sind Instrumente gesellschaftlicher Reformen. Für eine Sozialplanung der Stadt Saarlouis sind in einem ersten Projekt die empirischen Grundlagen ermittelt und bewertet worden. Jetzt sollen Strategien für eine Weiterentwicklung der Sozialplanung sowie der Sozialraumanalyse erarbeitet werden. Der Bereich der Inklusion wird hierbei eine besondere Rolle spielen. Dazu sollen Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert, gesamtstrategische Ziele und Handlungsempfehlungen entwickelt und Maßnahmen umgesetzt und auf ihren Erfolg hin überprüft werden.  Im Dezernat II wird in diesem Zusammenhang innerhalb der Verwaltung eine Zentrale Steuerungsunterstützung (Sozialplanung) eingerichtet. Diese Querschnittsaufgabe wird vom stellvertretenden Leiter vom Amt 50 -Familien und Soziales- Herrn Dipl. Sozialpädagogen Michael Leinenbach wahrgenommen. Den Verwaltungsbereich (Zentraler Service) wird von Frau Annerose Hargarter übernommen. Die zentrale Steuerungsunterstützung (Sozialplanung) ist unmittelbar der Dezernentin Bürgermeisterin Marion Jost unterstellt.


Saarlouis: Erstellung eines „Wegweisers für Barrierefreiheit“

Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige brauchen besondere Hilfestellungen. Durch spezielle Maßnahmen und Angebote können betroffene Personen in das berufliche, soziale und gesellschaftliche Leben einbezogen werden. Angehörige finden auf Wunsch Anlaufstellen und Ansprechpartner, die helfen, beraten und unterstützen. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten beinhaltete die Erstellung des „Wegweisers für Barrierefreiheit". Dieser wurde vom „Aktionskreis Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Freunde Saarlouis" erarbeitet. Die Gruppe wurde im Jahr 2006 gegründet und erarbeitete dann im Ehrenamt den „Wegweiser für Barrierefreiheit" als eigene Homepage.


Saarlouis: Aqualouis ist barrierefrei

Bei der Modernisierung des Aqualouis, welches seit September 2010 auch über eine Sauna verfügt, haben die Wirtschaftsbetriebe Saarlouis auf Barrierefreiheit geachtet. Unter Einbeziehung der städtischen Seniorenmoderatorin und Behindertenbeauftragten sowie des Landesvertreters des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) sind noch verschiedene Optimierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Zum barrierenfreien Umbau gehörten die Umgestaltung einer Gruppenkabine zu einer Behindertenumkleide mit Installation einer Liege und eines Notrufsystems, die Umgestaltung der Fönstation für Rollstuhlfahrer sowie die Modernisierung der Behindertentoilette. Für die Sauna sind ein Duschrollstuhl sowie Sitzauflagen aus Holz für die Saunakabinen angeschafft worden. Die Sitzauflagen ermöglichen einen Wechsel vom Rollstuhl auf die unterste Reihe der Sitzflächen in den drei Saunakabinen. Darüber hinaus steht den Besucherinnen und Besuchern bereits seit mehreren Jahren ein Bäderlift zur Verfügung, der ihnen ermöglicht sich ins Wasser heben zu lassen. Dieser ist auch gut für Senioren geeignet, die im Einstieg ins Wasser über die Treppe unsicher sind. Daneben stehen behindertengerechte Parkplätze sowie ein stufenloser Zugang zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Saarlouis sind im Umgang mit den dargestellten Einrichtungen und Geräten entsprechend geschult.


Unterstützen Sie uns!

Unter dem Leitmotiv „Saarland inklusiv – unser Land für Alle“ sammeln wir ständig gute Beispiele vor Ort. Wenn Sie auch ein Beispiel kennen, dann schreiben Sie uns! 

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Abteilung Soziales, Inklusion und Demografischer Wandel
Martina Stabel-Franz
Referatsleiterin B1
Franz-Josef-Röder-Str. 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3320
Telefax
(0681) 501-3168

Download