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Ausgrabungen: Sudelfels bei Ihn

Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten und die Schönheiten im Saarland!
Villa Rusticana
Villa Rusticana
Besuchen Sie die Ausgrabungen der Villa Rusticana und des gallo-römischen Tempelbezirks nahe Wallerfangen und spüren Sie einer Geschichte nach, die 1600 Jahre vergangen ist...
Im Landkreis Saarlouis können Sie Ausgrabungen besuchen, die in malerischer Lage besinnliche Ruhe und Faszination ausstrahlen. Von Wallerfangen kommend fahren Sie weiter über Gisingen nach St. Barbara bis nach Ihn.

Die Ausgrabungen am Sudelfels über dem Ihner Bach bezeugen die gallo-römische Siedlungsgeschichte in der Region. Die ersten Anfänge der Ausgrabungen liegen in den Jahren 1903/04, 1981 wurde weiter gegraben und bis 1990 war die Anlage freigelegt, konserviert und teilweise rekonstruiert.

Die Kelten, der Stamm der Treverer, lebte in der Region, bedroht von der Expansionspolitik der Römer, als auch den Germanen. Eine Zeitlang mag es ein Nebeneinander, zumindest ein Arrangement zwischen Römern und Kelten gegeben haben um voneinander zu profitieren, bis die Vermischung den Gallo-Römer erscheinen ließ.

Die Ausgrabungsstätte ist ein Ort von besonderer Atmosphäre und Ruhe. Auf Bänken können Sie hier verweilen in direkter Nähe der Ausgrabungen. Nach der Besichtigung ist eine Wanderung zu empfehlen.

Die Siersburg

Die Siersburg bezeugt eine wechselvolle Geschichte durch die Jahrhunderte
Die Siersburg im Landkreis Saarlouis erreichen Sie auf der L 170 bis Rehlingen, über die Von-Hausen-Straße gelangen Sie an den Weg zur Burg.
Sie sehen den Wegweiser, aber der Turm ist nicht zu sehen. Die Burg liegt auf einer Anhöhe von ungefähr 300 Meter. Mit dem Auto können Sie nicht hinauffahren, das Fahrzeug stellen Sie auf dem Parkplatz gegenüber des Wegweisers ab. Den Aufstieg zur Burg schaffen Sie bequem in15 Minuten.

Die Siersburg liegt auf einem großen Plateau, das einen herrlichen Panoramablick bietet. Unweit der Burg mündet die Nied in die Saar. Dereinst thronte das Bauwerk auf dieser Anhöhe, heute hat der Besucher das Gefühl über den Ortschaften zu schweben.

Vermutet wird, dass die Siersburg in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde. Aus dem 12. Jahrhundert stammt ein Hinweis auf ein Geschlecht des Namens "von Siersberg". Die Burg diente zum Schutz der sich kreuzenden Handels- und Militärstraßen und der Kontrolle der Schifffahrt.

Die Streitereien zwischen den Erzbischöfen von Trier und den Herzögen von Lothringen um Burg und Macht dauerten rund 150 Jahre. Erst mit Anerkennung des Amtes Siersburg wurden sie beigelegt. Die Amtmänner, mit Sitz auf der Burg, trieben im Auftrag des Herzogs bei den lothringischen Untertanen Abgaben ein.

Im Dreißigjährigen Krieg unterstützen die lothringischen Herzöge den deutschen Kaiser, die Franzosen jedoch die Schweden. Frankreich und Lothringen stritten und kämpften über 50 Jahre um Burg und Macht. Diese kriegerischen Auseinandersetzungen im 17. Jahrhundert hatten das Land verwüstet, die Menschen der umliegenden Orte flohen.

In der Französischen Revolution wurde die Siersburg 1793 fast völlig zerstört. Die letzten Bewohner der Burg waren die lothringischen Adelsfamilien de Maurice und de St. Marie. Sie lebten bis 1803 in den beiden letzten der ursprünglich neun Burgmannenhäusern. 1815 kam die Siersburg unter preußische Verwaltung.


Die Teufelsburg bei Felsberg

Die Teufelsburg besteht aus Vorburg und Hauptburg, dazwischen ein Graben über den eine Brücke führt
Westlich von Saarlouis liegt eine Burg, die ein Geheimtipp ist. Viele Saarländerinnen und Saarländer kennen dieses Ausflugsziel nicht. Die Teufelsburg ist als Anlage sehenswert und der Ausblick fantastisch.

Es gibt nicht viele gesicherte Erkenntnisse zur Burg Neuenfelsberg, der Name „Teufelsburg” kommt aus dem Volksmund. „Teufelsburg” - um den Namen rankt sich eine Legende: Die Brüder Graf von Siersburg und Ritter von Fels entzweiten sich -  wegen einer Frau. Die schöne Alice wollte jeder im Turnier erringen. Da paktierte Ritter von Fels mit dem Teufel. Kein Zweifel – er gewann diesen Kampf.

Nein, Sie brauchen nicht zu fürchten, dass der ermordete Bruder ihnen als Gespenst in den Burgmauern entgegen eilt. (Der Teufel hat sich auch nie mehr blicken lassen.) Die Burganlage können Sie mit ihren Kinder ohne Furcht erkunden, keine morsche Treppe, kein wackeliges Geländer, die Anlage ist hervorragend gepflegt und lädt zum Verweilen ein.

In den Jahren 1965-1969 wurde die Ruine freigelegt und in den Folgejahren restauriert. Erstmals ist die Burg 1370 und zuletzt 1699 urkundlich genannt. Belege über die Zerstörung der Burg fehlen, vermutet werden Teilzerstörungen in 1590 und 1651.

Die Anlage, die Sie heute vorfinden, wirkt wie eine kleine Festung, ein massives, aber keineswegs plumpes Bauwerk mit Charme.

Die Lage der Burg ist einzigartig, sie thront auf einer Bergnase über dem Saargau, der Blick ins Land ist herrlich...

 


Weitere Bilder: Sudelfels

Die römische Warmluftheizung (Hypokaustum) ist eine ausgeklügelte Konstruktion mit einem Zwischenboden, der auf Tonpfeiler gesetzt ist. Es entsteht ein Hohlraum, der die erwärmte Luft über Röhren weiterleitet.
Das Kaltbad - wer durfte diesen Luxus vor 1600 Jahren genießen?
Die Römer übernahmen einige einheimische Göttinnen und Götter der Kelten, so auch die keltisch-gallische Quellgöttin Sirona. Sie wurde dem griechisch-römischen Gott Apollo als Gefährtin beigesetzt und gilt als Göttin der Fruchtbarkeit und der Gesundheit.
Sechseckig umfriedet: Die heilige Quelle - Wasser als Lebensquell!

Weitere Bilder: Siersburg

Die Siersburg: Ergebnis von Ausgrabungs- und Rekonstruktionsarbeiten
Der Turm der Siersburg ist 13,5 Meter hoch und wurde innen und außen renoviert