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Das Wappen des Saarlandes

Das Saarlandwappen

Wappen sind heraldisch stilisierte Kennzeichen, die in einen Schild gesetzt und in bestimmten Farben gehalten sind. Ein Landeswappen betont die historische Eigenart und Selbständigkeit dieses Landes.

Bei der Schaffung des Saarlandwappens 1956 bot sich die Möglichkeit auf die Geschichte des Saarlandes zurückzugreifen. Eine Anlehnung an das Wappen des Saargebietes (1920 bis 1935) empfahl sich nicht, weil das Saargebiet, eine Schöpfung des Friedensvertrages von Versailles vom 28. Juni 1919, aus dem Verband des Deutschen Reiches ausgegliedert und dem Völkerbund als Treuhänder unterstellt war. Vor der Gründung des Saargebietes gab es für das Gebiet des heutigen Saarlandes weder eine staatliche noch eine verwaltungsmäßige Einheit. Das Saargebiet wurde seinerzeit aus Teilen der preußischen Rheinprovinz und aus Teilen der bayerischen Rheinpfalz gebildet. Vor der französischen Revolution von 1789, die in ihren Auswirkungen die "Kleinstaaterei" beseitigte, teilten sich viele kleine und größere Herrschaften mit staatlichen Befugnissen das Gebiet des heutigen Saarlandes. Unter den etwa 15 reichsunmittelbaren Territorialherren waren vier die nach ihren Besitzverhältnissen bedeutendsten.

Das Wappen des Saarlandes beinhaltet die Wappen der vier größten Territorien an der Saar vor der Französischen Revolution:

  1. in blauem, von silbernen Kreuzen bestreutem Feld einen goldgekrönten und rotgezungten silbernen Löwen - die Grafen von Saarbrücken,
  2. in silbernem Feld ein rotes geschliffenes Kreuz - die Kurfürsten von Trier,
  3. in goldenem Feld einen roten Schrägbalken, belegt mit drei gestümmelten silbernen Adlern - die Herzöge von Lothringen und
  4. in schwarzem Feld einen rotgekrönten, rotbewehrten und rotgezungten goldenen Löwen - die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken.