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Kultur
 

Kunstpreis des Saarlandes 2006

Jury vergibt Preis an die Schriftstellerin Sibylle Knauss

Sibylle Knauss heißt die diesjährige Trägerin des "Kunstpreises des Saarlandes" auf dem Gebiet der Literatur. In ihrer Sitzung am 12. Juli 2006 empfahl die fünfköpfige Fachjury nach eingehenden Beratungen einstimmig die Literatin als Preisträgerin des Jahres 2006. Minister Jürgen Schreier hat die Empfehlung der Juroren angenommen und die Preisvergabe bestätigt.
Der älteste saarländische und mit 7.500,00 Euro dotierte Kunstpreis kann alle zwei Jahre zur Anerkennung hervorragender künstlerischer Leistungen - abwechselnd auf den Gebieten der Musik, der Literatur und der Bildenden Kunst - vergeben werden.

Mitglieder der Jury waren: Prof. Dr. Gerhard Sauder, Arnfrid Astel, Rainer Petto, Heinrich Kalbfuss und der Luxemburger Autor Roger Manderscheid.

Sibylle Knauss, Preisträgerin des Kunstpreises 2006

Sibylle Knauss
Sibylle Knauss, geboren 1944 im westfälischen Unna, wuchs im Ruhrgebiet auf und studierte Germanistik, Anglistik und Theologie in München und Heidelberg. Ab 1970 war sie im gymnasialen Schuldienst tätig, sei 1981 arbeitet sie als freie Autorin. Über 20 Jahre lebte und arbeitete sie im saarländischen St. Ingbert. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist sie als Professorin an der Filmakademie Baden-Württemberg (Ludwigsburg) im Bereich Drehbuch tätig. Knauss lebt mit ihrer Familie in Remseck nahe Stuttgart.

Die Preisträgerin ist Autorin zahlreicher Romane, darunter der Bestseller "Evas Cousine", den die New York Times im Jahr 2002 unter die "Books of the Year" wählte. Bereits ihr erstes Werk "Elise oder Lieben ist ein einsames Geschäft" wurde 1982 mit dem Preis der Neuen Literarischen Gesellschaft in Hamburg ausgezeichnet.

Die Jury würdigt mit ihrer Preisvergabe an Sibylle Knauss die hohe literarische Qualität ihrer Arbeit. Weiterhin stellen die Juroren fest: "Die Autorin schreibt in einer hochintelligenten Weise. Besonders erwähnenswert ist die klare Komposition ihrer Romane, ihre großen Themen sind vorzüglich recherchiert, man muss Sibylle Knauss eine hervorragende literarische Bearbeitung ihrer Stoffe attestieren. Sie wählt konsequent überwiegend historische Frauenfiguren, deren Lebenswege sie in besonderer Weise beschreibt. Dabei ist die Sprache von Sibylle Knauss frei von ideologischem Ballast. Ihre Romane lesen sich mit Genuss."

Zu einer ähnlichen Wertung gelangt die Feuilletonistin Leonore Schwarz: Sibylle Knauss beschreibe weibliche Lebenswege, die sie "mit der Feinoptik weiblichen Bewusstseins, mit starker Einfühlung und Parteinahme, aber ohne kämpferisch-feministische Gesten" darstelle.

Kultusminister Jürgen Schreier: "Ich freue mich über das Votum der Juroren, Sibylle Knauss als Preisträgerin unseres diesjährigen saarländischen Kunstpreises vorzuschlagen. Die Autorin reiht sich würdig ein in die lange Reihe der literarischen, musikalischen und Bildenden Künstlerinnen und Künstler, die den Preis bisher erhalten haben. Ich sehe Sibylle Knauss als eine hervorragende literarische Botschafterin unseres Landes, deren Romane weithin in die literarische Landschaft wirken."

Die Preisverleihung wurde im Rahmen eines Festaktes am 5. November 2006 durch Kultusminister Jürgen Schreier vorgenommen.


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